DE EN

Was ist Hapkido?

Die Kunst der Koordination - Tradition trifft Moderne

Hapkido Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, die für ihre vielfältigen Techniken und ihre philosophische Tiefe bekannt ist. Der Name setzt sich aus drei Silben zusammen:

HA
Harmonie

K I
Energie

DO
Weg

Übersetzt bedeutet Hapkido also "Der Weg der harmonischen Energie". Es ist eine umfassende Kampfkunst, die Techniken aus verschiedenen Traditionen vereint und zu einem effektiven Selbstverteidigungssystem entwickelt hat.

Gründungsjahr

ca. 1950er Jahre

Herkunft

Südkorea

Verbreitung

Weltweit in über 50 Ländern

Die Begründer des Hapkido

Choi Yong-sul

Choi Yong-sul (1904–1986)

Begründer des modernen Hapkido

Choi Yong-sul gilt als der Begründer des Hapkido. Er behauptete, in Japan die Kampfkunst Daitō-ryū Aiki-jūjutsu erlernt zu haben. Nach seiner Rückkehr nach Korea begann er, sein Wissen weiterzugeben und legte damit den Grundstein für das heutige Hapkido.

Ji Han-jae

Ji Han-jae (*1936)

Der Systematisierer

Ji Han-jae war einer der bedeutendsten Schüler von Choi Yong-sul. Er integrierte Tritttechniken (aus dem Taekkyon) und philosophische Elemente in das Hapkido. Er gründete den Korea Hapkido Verband und machte die Kampfkunst international bekannt.

Die Wurzeln des Hapkido

Daitō-ryū Aiki-jūjutsu

Die japanische Wurzel des Hapkido. Von Choi Yong-sul in Japan erlernt und nach Korea gebracht. Bildet die Grundlage für die Hebel-, Wurf- und Gelenktechniken.

Japan • 9. Jahrhundert

Taekkyon

Die traditionelle koreanische Kampfkunst mit fließenden, tänzerischen Bewegungen. Von Ji Han-jae integriert und verantwortlich für die vielseitigen Tritttechniken des Hapkido.

Korea • ca. 50 v. Chr.

Philosophische Einflüsse

Der Won (Kreis) als zentrales Prinzip. Die Kreisbewegung symbolisiert Harmonie und Fluss. Techniken werden nicht gegen die Kraft des Gegners gerichtet, sondern umgeleitet und genutzt.

Philosophie • Wasser-Prinzip

Die Entwicklung des Hapkido

ca. 1950
Gründung

Choi Yong-sul beginnt in Daegu (Südkorea) mit dem Unterrichten der "Yawara"-Kunst, die später als Hapkido bekannt wird.

1959
Namensgebung

Der Name "Hapkido" wird offiziell geprägt. Ji Han-jae eröffnet sein erstes Dojang in Seoul.

1960er
Systematisierung

Ji Han-jae integriert Tritttechniken und philosophische Elemente. Gründung des Korea Hapkido Verbandes.

Heute
Weltweit

Hapkido wird in über 50 Ländern praktiziert und hat sich zu einer der vielseitigsten Kampfkünste entwickelt.

Was macht Hapkido besonders?

Hapkido ist eine der vielseitigsten Kampfkünste der Welt. Es vereint:

  • Schlag- und Tritttechniken
  • Hebel und Würfe
  • Gelenkmanipulation
  • Würge- und Festlegetechniken
  • Bodenkampf
  • Waffentechniken (Stock, Schwert)
  • Atemtechniken
  • Energiearbeit (Ki)
  • Meditation

Das Prinzip: "Hapkido ist die Kunst, die Kraft des Gegners gegen ihn selbst zu verwenden." Stärke wird nicht mit Stärke begegnet, sondern durch Kreisbewegungen umgeleitet.

Hapkido live erleben!

Bei der Deutschen Meisterschaft 2027 zeigen die besten Athleten die Vielfalt dieser faszinierenden Kampfkunst.

Zum Programm